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Grauer oder schwarzer Heckträger? | Meine Erfahrungen aus dem Revieralltag

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Freund von Produkten bin, die nur auf dem Papier gut aussehen. Im Revier zeigt sich sehr schnell, was wirklich funktioniert und was nicht. Genau deshalb teste ich jedes Produkt, das wir bei Jagdhandel24 anbieten, selbst in der Praxis. So ist es auch bei unseren Gehetec Heckträgern. Sie begleiten mich seit Jahren auf unzähligen Jagden und haben sich im harten Revieralltag bewährt.

Andreas Bronner, Geschäftsführer bei Jagdhandel24 · Jäger seit 2003.

Andreas Bronner hat seinen Jagdschein mit 16 Jahren gemacht und ist seit über 20 Jahren aktiver Jäger. Er bejagt ein kleines Revier am Rande des Schwarzwalds – vom Ansitz über die Revierarbeit bis zur Wildversorgung. Bei Jagdhandel24 ist er Geschäftsführer und testet die Ausrüstung, die ins Sortiment kommt, vorher selbst im eigenen Revieralltag. Was sich dort nicht bewährt, schafft es nicht in den Shop. Mehr über Andreas und das Team von Jagdhandel24.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beide Varianten sind tauchbadfeuerverzinkt – der Grundschutz gegen Korrosion ist bei Grau und Schwarz identisch.
  • Schwarz (BLACK PROFI): zusätzlich pulverbeschichtet → doppelter Korrosionsschutz, leichtere Reinigung von Schweiß und Schmutz, unauffälligere Optik.
  • Grau (feuerverzinkt): der günstigere Klassiker – als reines Arbeitsgerät völlig ausreichend. Ich selbst fahre die grauen Modelle.
  • Wichtiger als die Farbe ist die Stützlast: Fahrzeugschein Feld 13 und Typenschild der Anhängerkupplung vergleichen – der niedrigere Wert zählt. Das Eigengewicht des Trägers wird mitgerechnet.
  • Vor dem Kauf ebenfalls prüfen: Bodenfreiheit und hinterer Überhang sowie freie Sicht auf Kennzeichen und Beleuchtung.
  • Bewährtes Zubehör: Wildwanne, Absenkvorrichtung, Ladungssicherung und – je nach Fahrzeug – ein zusätzlicher Beleuchtungssatz.

Nicht nur für Wildtransport

Viele verbinden einen Heckträger ausschließlich mit dem Wildtransport. Bei mir ist er jedoch das ganze Jahr über im Einsatz. Egal ob Werkzeug für den Hochsitzbau, Motorsäge, Kirrgut oder ein Eimer voller Äpfel für das Wild – der Heckträger ist bei nahezu jeder Revierfahrt dabei.

Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn für mich so wertvoll. Auch meinen Pirschstock lege ich häufig darauf ab. So habe ich ihn bei nächtlichen Pirschgängen auf Wildschweine jederzeit schnell zur Hand.

Überhang und Bodenfreiheit: Wo ein Heckträger an Grenzen stößt

Ganz ohne Einschränkungen ist ein Heckträger im Revier allerdings nicht. Durch die Position hinter dem Fahrzeug wird der hintere Überhang größer. Bei tieferen Fahrzeugen oder einer niedrig sitzenden Anhängerkupplung kann das auf ausgefahrenen Waldwegen, beim Durchfahren von Gräben oder an steilen Böschungen zum Thema werden.

Mit meiner alten G-Klasse habe ich damit aufgrund der Bodenfreiheit wenig Probleme. Bei einem tieferen Pkw oder SUV würde ich diesen Punkt vor dem Kauf aber auf jeden Fall berücksichtigen.

GEHETEC Heckträger mit Ladungsnetz für den sicheren Transport von Ausrüstung und Wild.

Wildtransport: sauber, hygienisch und ohne Zecken im Innenraum

Nach einer erfolgreichen Jagd beginnt dann die eigentliche Arbeit. Das Wild muss sicher, sauber und waidgerecht transportiert werden. Ein Heckträger sorgt dafür, dass Schmutz, Schweiß und Feuchtigkeit nicht in den Fahrzeuginnenraum gelangen. Gerade bei Schwarzwild oder längeren Fahrten zur Wildkammer ist das ein großer Vorteil. Mit dem passenden Zubehör wie Wildwanne und Wildwannenplane lässt sich das Wild zudem vor äußeren Einflüssen schützen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Zecken, die sich noch am Wild befinden können. Durch den Transport auf dem Heckträger gelangen sie gar nicht erst in den Kofferraum und können sich somit auch nicht im Fahrzeuginnenraum verteilen.

Stützlast prüfen: die wichtigste Grenze bei der Zuladung

Eine Grenze hat der Heckträger allerdings bei der Zuladung. Entscheidend ist hier die zulässige Stützlast des Fahrzeugs. Ein Blick in den Fahrzeugschein gibt Aufschluss: Unter Feld 13 ist die zulässige Stützlast angegeben. Zusätzlich findet sich auf dem Typenschild der Anhängerkupplung eine entsprechende Angabe. Maßgeblich ist immer der niedrigere der beiden Werte.

Wichtig ist außerdem, dass das Eigengewicht des Heckträgers bereits zur Stützlast zählt. Ein einfaches Beispiel: Beträgt die zulässige Stützlast 75 Kilogramm und wiegt der Heckträger selbst 15 Kilogramm, bleiben noch rund 60 Kilogramm für Wild und weiteres Zubehör.

Gerade bei schwerem Schwarzwild oder Fahrzeugen mit geringer Stützlast stößt ein Heckträger deshalb irgendwann an seine Grenzen. Vor dem Kauf sollte man also nicht nur darauf achten, wie groß ein Träger ist, sondern auch darauf, welche Zuladung das eigene Fahrzeug tatsächlich erlaubt.

So ermöglicht ein passender Heckträger einen hygienischen und praktischen Wildtransport – vorausgesetzt, Träger, Zuladung und Fahrzeug passen zusammen.

Unsere Gehetec Heckträger findest du hier

Warum Gehetec?

Ich habe im Laufe der Jahre verschiedene Heckträger genutzt und bin schließlich bei Gehetec gelandet. Entscheidend war für mich weniger die Optik als die robuste und unkomplizierte Konstruktion. Der Träger wird bei mir nicht geschont: Wild, Werkzeug, Kirrgut und andere Ausrüstung landen regelmäßig darauf. Genau für diesen Arbeitseinsatz haben sich die Gehetec Heckträger bei mir über die Jahre bewährt. 

Perfekt für jedes Fahrzeug ist aber auch ein solcher Träger nicht. Gewicht, Abmessungen, Stützlast und Bodenfreiheit müssen zum jeweiligen Auto und zum Einsatzzweck passen. Deshalb würde ich nicht pauschal zum größten Modell greifen, sondern vorher überlegen, was tatsächlich transportiert werden soll und welches Modell zum eigenen Fahrzeug passt.

GEHETEC Wildwanne im Heckträger für sauberen und sicheren Transport von Wild und Ausrüstung.

Grauer oder schwarzer Heckträger: Wo liegt der Unterschied?

Eine Frage, die mir besonders häufig gestellt wird: Sollte man einen grauen oder einen schwarzen Heckträger wählen? Der Unterschied liegt dabei nicht nur in der Optik, sondern vor allem in der Oberflächenbehandlung.

Beide Varianten sind tauchbadfeuerverzinkt.

Die Verzinkung bietet dem Stahl einen robusten und langlebigen Korrosionsschutz – gerade beim regelmäßigen Einsatz im Revier ein wichtiger Vorteil. Schließlich ist ein Heckträger das ganze Jahr über Feuchtigkeit, Schmutz, Streusalz und anderen Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Schwarz: BLACK PROFI mit zusätzlicher Pulverbeschichtung

Der Unterschied liegt in der zusätzlichen Oberflächenbehandlung der schwarzen Variante: Die BLACK PROFI Modelle von Gehetec sind nach der Feuerverzinkung zusätzlich schwarz pulverbeschichtet. Dadurch entsteht ein doppelter Korrosionsschutz. Gleichzeitig erleichtert die Pulverbeschichtung die Reinigung von hartnäckigem Schmutz wie Schweiß – ein Vorteil, den vor allem diejenigen schnell zu schätzen wissen, die regelmäßig Wild transportieren. Daneben wirkt die schwarze Ausführung etwas unauffälliger und für meinen Geschmack auch hochwertiger.

Grau: der klassische feuerverzinkte Wildträger

Wer seinen Heckträger dagegen in erster Linie als Arbeitsgerät betrachtet und den Preis im Blick behalten möchte, ist mit der klassischen feuerverzinkten Variante ebenfalls gut bedient.

Ich selbst nutze aktuell ausschließlich die feuerverzinkten grauen Modelle, weil die Optik für mich eine eher untergeordnete Rolle spielt. Mein derzeitiges Jagdauto ist eine alte G-Klasse, die ihre besten Zeiten ohnehin schon hinter sich hat. Da kommt es auf den einen oder anderen Kratzer am Heckträger ebenfalls nicht an. Gebrauchsspuren lassen sich beim Transport von Wild, Werkzeug und Ausrüstung ohnehin kaum vermeiden. Für mich reicht deshalb der klassische feuerverzinkte Wildträger vollkommen aus. Nach dem Einsatz wird er gründlich mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt – fertig.

Am Ende ist die Entscheidung zwischen Grau und Schwarz daher vor allem eine Frage des persönlichen Anspruchs: Wer einen robusten und funktionalen Arbeitsträger sucht, ist mit der feuerverzinkten Variante gut beraten. Wer zusätzlich Wert auf eine leichtere Reinigung und die schwarze Optik legt, für den ist die BLACK PROFI Ausführung die interessantere Wahl.

Zubehör, das sich bewährt hat

Im Laufe der Jahre merkt man schnell, dass es oft nicht der Heckträger allein ist, der den Unterschied macht. Es sind die kleinen Helfer, die den Jagdalltag angenehmer machen.

Eine Wildwanne gehört für mich mittlerweile ganz selbstverständlich dazu. Sie hält den Heckträger sauber und lässt sich nach der Jagd am besten mit dem Hochdruckreiniger einfach reinigen. Gerade nach dem Transport von Schwarzwild ist das ein echter Vorteil.

Auch eine Absenkvorrichtung weiß man erst richtig zu schätzen, wenn man sie einmal benutzt hat. Wer häufiger alleine jagt oder auch einmal ein stärkeres Stück verladen muss, merkt schnell, wie viel angenehmer das Arbeiten wird. Ich hätte früher nicht gedacht, dass so ein Detail einen so großen Unterschied machen kann.

Mindestens genauso wichtig ist für mich die Ladungssicherung. Auf dem Weg vom Revier zur Wildkammer möchte ich sicher sein, dass alles zuverlässig befestigt ist – besonders wenn die Strecke über Waldwege oder unebene Straßen führt. Mit passenden Ladungssicherungsnetzen oder Gurten bleibt das Wild sicher an seinem Platz.

Je nach Fahrzeug kann außerdem ein zusätzlicher Beleuchtungssatz sinnvoll oder erforderlich sein. Entscheidend ist, dass Kennzeichen und vorgeschriebene Fahrzeugbeleuchtung nicht durch Träger oder Ladung verdeckt werden.

GEHETEC Wildträger mit Wildwanne am Fahrzeug für hygienischen Wildtransport im Revier.

Mein Fazit

Wer einen stabilen und praktischen Wildträger für den regelmäßigen Einsatz im Revier sucht, ist mit den Heckträgern von Gehetec aus meiner Erfahrung gut beraten. Welches Modell das richtige ist, hängt allerdings vom eigenen Fahrzeug und davon ab, wofür der Träger hauptsächlich eingesetzt werden soll.

Mein Tipp vor dem Kauf: Schaut nicht nur auf die Größe des Heckträgers, sondern auch auf euer Fahrzeug. Wie hoch ist die zulässige Stützlast? Wie tief sitzt die Anhängerkupplung? Wie viel Bodenfreiheit bleibt mit montiertem Träger? Und bleiben Kennzeichen und Beleuchtung auch mit Träger und Ladung gut sichtbar? Gerade bei niedrigeren Fahrzeugen oder geringer Stützlast können diese Punkte wichtiger sein als ein paar Zentimeter zusätzliche Ladefläche. 

Danach stellt sich vor allem die Frage: Grau oder Schwarz?

Wenn dir neben der Funktion auch die Optik wichtig ist und du Wert auf die zusätzliche Pulverbeschichtung sowie die leichtere Reinigung legst, sind die schwarzen BLACK PROFI Modelle wahrscheinlich die interessantere Wahl. 

Bist du dagegen eher der praktische Jäger, der – so wie ich – mit einem älteren Jagdauto unterwegs ist, dem die Optik ziemlich egal ist und der seinen Wildträger nach dem Einsatz einfach gründlich reinigt, dann reicht die klassische feuerverzinkte Variante meiner Meinung nach vollkommen aus. Genau deshalb fahre ich selbst die grauen Modelle. 

Am Ende muss der Heckträger vor allem zu deinem Fahrzeug, deinem Revier und deiner Art zu jagen passen.

Noch unsicher? Wir beraten dich aus der Praxis

Du bist dir noch unsicher, welcher Heckträger für dich der richtige ist? Dann melde dich gerne bei uns. Wir beraten dich aus unserer eigenen Praxiserfahrung und helfen dir dabei, das passende Modell für dein Fahrzeug und deinen Einsatzzweck zu finden. Du erreichst uns telefonisch oder per E-Mail.


Waidmannsheil! 
Dein Andreas
Jäger und Inhaber von 
Jagdhandel24

Andreas Bronner im heimischen Jagdrevier am Rande des Schwarzwalds